17. November 2011

Puffhunde – Eröffnung der neuen Ausstellung im Tierheim

„Puffhunde“, der Titel unserer neuen Ausstellung machte neugierig. Auch deshalb waren viele Besucher zur Ausstellungseröffnung ins Tierheim gekommen. Tessy Lödermann spannte die Zuhörer bei ihrer Begrüßung nicht lange auf die Folter: „Es gibt die Geschichte, dass die großen Porzellanhunde in den englischen Hafenstädten in den Fenster der leichten Mädchen standen. Diese verdienten sich ein Zubrot, indem sie Porzellanhunde an ihre Freier verkauften. So wurden diese zu den sogenannten Kapitänshunden. Zierten sie dann zuhause die Kamine in den Wohnungen, wurde daraus der Kaminhund.“ Sie selber habe vor fast 30 Jahren angefangen, Tierporzellanfiguren zu sammeln. Das erste Sammlerobjekt war ein Pudel der telefonierte. Schnell entwickelte sich eine Sammelleidenschaft genauso wie bei der zweiten Vorsitzenden des Tierschutzvereins, Gitta Wünsch. „Es ist unglaublich, welche Vielzahl es an Porzellanfiguren mit Tieren um 1900 gibt, eine Figur ist interessanter, als die andere. Je kitschiger um so schöner.“

Gitta Wünsch ging dann auf die Geschichte der Porzellanfiguren ein. Englische Manufakturen hatten zu Beginn des 19. Jahrhunderts begonnen, Steingut-Figuren, vor allem Hunde, in großer Anzahl und zu erschwinglichen Preisen zu produzieren. Damit fanden die Figuren Eingang in Haushalte, die sich die teuren Porzellanfiguren der großen Manufakturen nicht leisten konnten. Auch in Thüringen wurden die Kitschfiguren in großen Mengen hergestellt. Einfach nur zum Hinstellen, aber auch als Dosen, Uhrenständer, Schreibzeuge, Aschenbecher und Nadelkissen. Gitta Wünsch, ging auch auf die „edlen“ Objekte der Ausstellung ein. Tierfiguren der Manufakturen Rosenthal, Nymphenburg, Royal Koppenhagen, KPM usw. sind heute sehr gesuchte Sammelstücke.

Angesichts der hunderte von Stücken meinte eine Besucherin begeistert: „Das ist wieder etwas ganz tolles, was hier unser Tierheim zeigt, das hat bestimmt noch kein Museum so konzipiert.“

Die Ausstellung ist bis zum 4.März 2012 täglich von 14 – 17 Uhr zu besichtigen.

Eine gute Gelegenheit,  auch die „echten“ Tiere zu besuchen und vielleicht dabei einen Freund fürs Leben zu finden.....

 

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