| 03. November 2011 |
Tiertragödie am Kreuzeck |
Früh am Morgen klingelte bei mir das Telefon. Nur ca. 200 m von unserem Haus entfernt, neben der Kreuzeckbahn Talstation, liege ein totes Reh. Ich bin sofort losgegangen und fand das tote Tier. Es zeigte eindeutig Bisse an der Kehle, hatte einen gebrochenen Hinterlauf und war im hinteren Bereich stark angefressen. Dazu kam noch, dass aus den Milchdrüsen Milch lief, es sich also um ein führendes Muttertier handelte. |
Nach Absprache mit den Jagdpächtern und mit Hilfe eines Forstbeamten, der uns immer wieder bei Wildtieren engagiert hilft, haben wir das Reh sichergestellt und in eine Kühlung gebracht und an den Bisswunden DNA-Material entnommen. Nun soll untersucht werden, wer es gerissen hat, da es in diesem Bereich immer wieder zu Rissen kommt. Am wahrscheinlichsten war der Übeltäter ein wildernder Hund. Nach Aussagen von Nachbarn, fand die Tötung in den frühen Morgenstunden statt, es war ein langer, furchtbarer Todeskampf. Ich habe überhaupt kein Verständnis dafür, dass Halter Hunde mit Jagdtrieb nicht genügend beaufsichtigen. Diese gehören in Gebieten mit Wild (aber auch in der Nähe von Häusern mit Katzen...) an die Leine oder in einen ausbruchsicheren Garten. Vor allem gehört ein Hund in der Nacht ins Haus. Für uns Tierschützer ist jedes Tier gleichviel wert, ob Hund oder Reh. Und: Diese unvernünftigen Hundehalter nehmen nicht nur den grausamen Tod von Wildtieren in Kauf, sondern auch, dass ihr Hund abgeschossen wird, wenn er wildert. Dies ist im Rahmen des sog. Jagdschutzes legal. Auch trägt ein derart unverantwortungsloses Halterverhalten mit dazu bei, dass durch einzelne Hunde der Hundehass geschürt wird. Wir können nur immer wieder an das Verantwortungsbewusstsein der Hundehalter appellieren und im konkreten Einzelfall unsere Hilfe anbieten. |






