07. Juli 2010

Mehrwertsteuererhöhung für Tierfutter hätte für uns Tierheime und die Gesellschaft schwerwiegende Folgen

Die Bundesregierung denkt über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer für Tiernahrung von 7 auf 19 Prozent nach. Die Tierheime sind derzeit in einer wirtschaftlich schwierigen Lage. Eine zusätzliche Mehrwertsteuererhöhung um 12 (!) Prozent würde die Bewirtschaftungskosten spürbar erhöhen. Zudem ist zu befürchten, dass Tierhalter die artgerechte Ernährung ihrer Heimtiere vernachlässigen werden bzw. noch mehr Tiere als bisher aus finanziellen Gründen in den Tierheimen abgeben.

Schon jetzt stellen wir im Garmischer Tierheim fest:

Immer mehr sozialschwache Familien und Einzelpersonen geben ihre Tiere aus Kostengründen ab und es ist auch erschütternd, dass sich ältere Mitmenschen an uns mit der Bitte um Unterstützung wenden, weil sie mit ihren kleinen Renten hohe Tierarztrechnungen oder auch Spezialfutter für ihre Tiere nicht mehr bezahlen können. In wirklichen Notfällen versuchen wir zu helfen. Mit Abgabe von Futter, bis hin zur Übernahme von Tierarztrechnungen, die dann in monatlichen Ratenzahlungen an uns zurückgezahlt werden.

Meine persönliche Meinung:

Wenn z.B. Milliarden Euro nach Griechenland für dessen maroden Staatshaushalt geschickt werden oder der Staat sich eine Vielzahl von unnötigen Prestigeobjekten (z.B. Olympiade 2018) leisten will, dann ist es völlig unethisch, dass die leeren Kassen zu Lasten der Tierhalter und Tierheime mitsaniert werden sollen. Zumal z.B. im Bayerischen Staatshaushalt kein einziger Euro für den Tierschutz enthalten ist und alle unsere Tierheime buchstäblich „im Regen stehen gelassen“ werden.

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