| 09. September 2010 |
Ferien einmal anders – den Tieren helfen! Bericht von der Reise unserer Jugendgruppe „Die sanften Pfoten“ nach Ungarn |
Wir, Melanie, Kathrin und Maresa verbringen seit vielen Jahren einen Großteil unserer Freizeit im Garmischer Tierheim. Dort kümmern wir uns vor allem um die Hunde. Schon lange wollten wir einmal einen Eindruck davon gewinnen, unter welchen Bedingungen die Tierschützer im Ausland arbeiten müssen. |
Am 10. August 2010 war es dann soweit. Zusammen mit Tessy Lödermann und Wolfgang Merten fuhren wir mit einem Kleinbus, den wir mit gesammeltem Futter und Decken voll gepackt hatten, nach Cegled in Ungarn. Nach zehn Stunden Fahrt wurden wir in der Kleinstadt mit 40.000 Einwohnern herzlich von Imre, einem ehrenamtlichen Helfer des Tierheims herzlich empfangen. Er brachte uns in Bungalows auf einem Campingplatz unter und verbrachte den Abend mit uns in einem netten Lokal. Dabei erzählte er uns auf Englisch die wichtigsten Fakten, die wir über das Tierheim wissen mussten. Er war uns sofort sehr sympathisch . Unser erster Tag in Ungarn
Der zweite und dritte TagAls wir zum Tierheim kamen, lagen zwei tote Kälber in einem Plastiksack davor,ein totes Schaf steckte in der Mülltonne, eine Katze lag vor dem Tor.
Der vierte und fünfte TagAls wir das Tierheim betraten, sahen wir acht ganz kleine Welpen in einer Gitterbox sitzen. Gisi war völlig fertig und weinte nur noch, weil sie nicht wusste, wohin mit den Hundebabys. Sie waren in Cegled auf einem Gehsteig in einem kleinen Rucksack ausgesetzt worden. Wir halfen wieder im Tierheim mit, gingen mit den Hunden Gassi und, obwohl wir wussten, dass das Garmischer Tierheim voll ist, beschlossen wir, einige Hunde mit zu nehmen und ihnen dadurch den Weg in eine glückliche Zukunft zu bereiten. Es war unendlich schwer, aus der Vielzahl von Hunden die auszusuchen, die mit uns mitfahren durften. Neun waren es schließlich, obwohl wir am liebsten alle mitgenommen hätten. Am Abend waren wir dann noch bei Monika zuhause, die seit Jahren engagierten Tierschutz macht, oft an der Grenze dessen, was ein Mensch leisten kann. Auch bei ihr zuhause viele Hunde und auch Katzen. Katzenschutz gibt es in Ungarn so gut wie gar nicht. Am Abend waren wir dann noch zu einem gemeinsamen Abendessen eingeladen und alle unsere neuen ungarischen Freunde waren dabei: Imre und Gisi, Tibor und Kathi und Monika. Wir haben sie richtig ins Herz geschlossen und wurden reichlich beschenkt. Immer wieder sagten sie, dass sie nie gedacht hätten, dass Mädchen aus Deutschland eine derartige Arbeit leisten können und sich so für die Tiere einsetzen.Für Jugendliche in Ungarn undenkbar, sich so um Tiere zu kümmern. Letzter TagNun hieß es Abschied nehmen, von Tierschützern und Hunden, die uns in dieser Woche richtig ans Herz gewachsen sind, von den Hunden, die wir zurücklassen mussten. Es sind auf beiden Seiten viele Tränen geflossen. Mit neun Hunden an Bord ging es zurück nach Garmisch. Fazit: |




Gleich nach dem Frühstück ging es ins Tierheim. Wir waren total aufgeregt und freuten uns auf die Hunde. Imre sperrte uns das Tor auf und wir betraten zum ersten Mal ein ungarisches Tierheim. Wir wurden von den Menschen sehr herzlich empfangen und von den vielen Hunden mit ohrenbetäubendem Bellen. Als uns Imre rumführte, waren wir schockiert. Die Hunde saßen in kleinen Zwingern, bzw. eine Vielzahl von Hunden in „Gruppenzwingern“, die nicht halb so groß waren, wie die Gruppenzimmer im Garmischer Tierheim. Die Hunde klebten buchstäblich an den Gittern und bettelten regelrecht um Zuwendung. Nun luden wir die Hilfsgüter aus und sahen, wie sehr sich die ungarischen Tierschützer darüber freuten. Als wir sagten, dass wir gleich dableiben und helfen, herrschte erst einmal Fassungslosigkeit. Wir packten aber kräftig im Tierheim mit an und gingen dann mit einer ganzen Reihe von Hunden Gassi. Diese freuten sich riesig, raus zukommen und wir wurden bestaunt wie „Ufos“. Es ist in Ungarn nicht üblich mit Hunden Gassi zu gehen.
Wir waren sehr schockiert.Dann haben wir wieder im Tierheim mitgeholfen und sind mit Hunden rausgegangen.Anschließend waren wir bei Tibor und seiner Frau Kathi und bei Imre und seiner Frau Gisa zuhause eingeladen. Sie alle sind ehrenamtliche Tierschützer, die gute Berufe haben und in ihren sehr schönen, gepflegten Häusern und Gärten eine Vielzahl von Hunden aufgenommen haben.Das Tierheim in Cegled ist eine ehemalige Tötungsstation und Hunde, die keine Chande auf Vermittlung haben und deren Zwinger für Neuankömmlinge benötigt werden, werden eingeschläfert. Hätten die Tierschützer nicht so viele Hunde bei sich zuhause aufgenommen, müssten sehr viel mehr Hunde getötet werden. Wir wurden mit großer Herzlichkeit aufgenommen und Kathi und Gisi haben sich sehr viel Arbeit in der Küche gemacht, um uns mit ungarischer Gastfreundschaft zu verwöhnen.


